Verfasst von: epunk82 | 7. März 2011

Kaisertal

1./2. September 2010:

Es ist grad erst eine gute Woche her, dass ich aus den Alpen zurückgekehrt bin und schon wieder geht es hinein. Diesmal nicht ganz so weit. Für die Zwei-Tages-Tour soll das Kaisertal das Ziel sein. Auf der Tour begleitet mich unserer Projekt-Supporter Hans.

Ausgangspunkt für die Tour ist Kufstein, ein kleiner Ort am Inn, direkt hinter der deutsch-österreichischen Grenze. Bevor wir starteten, stärkten wir uns noch kurz mit einem Imbiss beim Bäcker. Hier wäre die Tour auch schon fast vorbei gewesen, als mir mein Herz beinahe stehen blieb. Unerwartet und mit lautem Knall zerschellte ein Kuchen samt Porzellanteller direkt hinter meinem Rücken auf dem weißen Fliesenboden.

Nach dieser kurzen Stärkung begannen wir mit den Aufstieg. Mit strammen Schritt marschieren wir immer dem Kaiserbach nach, vorbei am Pfandlhof und auf dem bequemen Schotterweg bis  zum Hinterbärenbad. Dort ist ein die Vielen, die dem Wilden Kaiser zum Opfer gefallen sind, ein Denkmal gesetzt. Noch ein kurzes Stück weiter kamen wir zum Kaisertalhaus. Inzwischen hatte ein leichter Nieselregen eingesetzt. Wir nutzen die Gelegenheit, um eine kurzes Picknick unter einer großen Tanne (vielleicht war es auch ein anderes Nadelgehölz) einzugelegen.

Von dort aus führte uns nun ein Waldweg mit steigerem Anstieg weiter die letzten 500 Höhenmeter bis auf die Stripsenjochhütte, die unserer erstes Tagesziel sein sollte. Dort oben lang dann auch tatsächlich Schnee. Wir nutzen den Rest des Tages für eine ausgiebige Stärkung und planten den darauf folgenden Tag.

Am nächsten Morgen startet wir in Richtung Vorderkaiserfeldenhütte. Da das Stripsenjoch uns direkt im Wege stand, habe wir es auch sogleich bezwungen.

Die 230 verbleibenden Höhenmeter nahmen wir in einem Rutsch. Damit hatte wir bereits nach einer halben Stunde unseren ersten Gipfel an diesem Tag erklommen.Die zwanzig Zentimeter Schnee auf der Nordseite haben den Abstieg schwieriger gemacht, als es der Aufstieg war. Aber mit einigen Rutschpartien gefolgt von einer Schlammschlacht auf dem Feldalmsattel erreichten wir den Höhenweg, der uns mit viel Gegenverkehr von der Hochalm bis zur Vorderkaiserfeldenhütte auf 1388 m führte, wo wir am Mittag eintrafen.

Ursprünglich hatten wir geplant auch dort noch eine Nacht zu bleiben und am nächsten Tag vor dort aus eine Tagestour zu unternehmen. Aber die Gastfreundschaft war so herzlich, dass wir uns dazu entschlossen nach am selben Tag wieder abzureisen. Doch zuvor war noch ein Gipfel fällig. So sind wir noch behände auf die Naunspitze mit 1633 m aufgestiegen, wobei sich die letzten 50 Meter über ein Geröllfeld als recht tückisch erwiesen.

Aber es hat sich gelohnt. Von der Naunspitze hatten wir einen herrlichen, weiten Blick über dass Inntal bei bestem Wetter. Mit dieser Befriedigung konnten wir ohne Groll das Kaisertal verlassen, sodass wir am Abend wieder in München waren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: